FileFix Ultimate
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So rekonstruieren Sie ein Software-RAID virtuell und retten seine Dateien

Wenn sich ein RAID-Verbund nicht mehr zusammensetzen lässt, können seine Dateien oft gerettet werden, indem man den Verbund virtuell aus Abbildern seiner Mitgliedsdatenträger neu aufbaut. FileFix Ultimate fügt Mitglieder von RAID 0, RAID 1, RAID 5 oder JBOD zu einem schreibgeschützten virtuellen Laufwerk zusammen, berechnet eine fehlende RAID-5-Platte aus der Parität neu und lässt Sie dieses Laufwerk wie jedes andere scannen. Arbeiten Sie mit Abbildern aller Mitglieder, nie mit den Originalen, und wissen Sie von vornherein, dass RAID 6 und RAID 10 nicht unterstützt werden.

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Was Sie jetzt sofort tun sollten

  1. Nutzen Sie den Verbund nicht weiter, notieren Sie die Position jeder Platte und starten Sie keinen Rebuild und keine Initialisierung.
  2. Erstellen Sie von jedem Mitglied ein Abbild auf separatem Speicher, der nicht zum Verbund gehört.
  3. Fügen Sie in RAID-Rekonstruktion die Abbilder hinzu, führen Sie Einstellungen erkennen aus und klicken Sie auf Virtuelles RAID aufbauen.

Verbund rekonstruieren und Dateien retten

  1. Jedes Mitglied beschriften und abbilden

    Schreiben Sie vor dem Ausbau die Schacht- oder Portnummer auf jede Platte. Öffnen Sie dann in Laufwerkszustand & Tools den Bereich Laufwerksabbild und erstellen Sie mit Laufwerksabbild erstellen (fehlerhafte Sektoren überspringen) ein Abbild jedes Mitglieds. Speichern Sie die Abbilder auf einem Datenträger außerhalb des Verbunds mit Platz für alle.

  2. RAID-Rekonstruktion öffnen und Abbilder hinzufügen

    Öffnen Sie in Laufwerkszustand & Tools den Reiter RAID-Rekonstruktion oder nutzen Sie auf der Startseite RAID aus seinen Datenträgern neu aufbauen. Klicken Sie für jedes Mitglied auf Abbild hinzufügen…. Kennen Sie die ursprüngliche Reihenfolge, fügen Sie die Abbilder so hinzu; die Reihenfolge der Liste ist die des Verbunds.

  3. Fehlende RAID-5-Platte markieren

    Ist ein RAID-5-Mitglied tot oder unlesbar, klicken Sie auf Fehlenden Datenträger hinzufügen und verschieben ihn an dessen Position. Die App berechnet den Inhalt aus der Parität der übrigen Mitglieder. Eine Platte, die lange vor dem Ausfall aus dem Verbund gefallen ist, sollte ebenfalls als fehlend gelten.

  4. Einstellungen erkennen ausführen

    Klicken Sie auf Einstellungen erkennen. Werden Linux-RAID-Metadaten (mdadm) gefunden, schlägt die App zuerst deren Level, Stripe-Größe, Anordnung und Reihenfolge vor. Andernfalls probiert sie gängige Kombinationen aus Level, Stripe-Größe, Paritätsanordnung und Plattenreihenfolge und bewertet jede danach, ob Dateisystemstrukturen an der erwarteten Stelle liegen.

  5. Beste Übereinstimmung prüfen oder Werte eingeben

    Prüfen Sie die beste Übereinstimmung und ihre Bewertung und übernehmen Sie die Einstellungen. Ließ sich nichts bestätigen, geben Sie bekannte Werte selbst ein, etwa die Stripe-Größe des alten Controllers, und setzen Sie einen Startversatz für Platten, deren Daten nicht im ersten Sektor beginnen.

  6. Virtuelles RAID aufbauen

    Klicken Sie auf Virtuelles RAID aufbauen. Stimmen die Einstellungen, zeigt das Ergebnis das gefundene Dateisystem, etwa NTFS oder ext4. Wird keines gefunden, ist wahrscheinlich Reihenfolge, Stripe-Größe oder Anordnung falsch; probieren Sie vor dem Scan einen anderen Vorschlag.

  7. Scannen und außerhalb des Verbunds speichern

    Klicken Sie auf Dieses RAID durchsuchen und retten Sie Dateien wie von jedem Laufwerk. Wählen Sie beim Speichern einen Ordner, der auf keinem Mitglied liegt; die App prüft jedes Mitglied und blockiert das Speichern darauf.

Was die RAID-Einstellungen bedeuten

Fünf Einstellungen bestimmen, wie die Mitglieder zusammenpassen. Das Level legt die Verteilung fest: RAID 0 verteilt in Streifen ohne Redundanz, RAID 1 spiegelt, RAID 5 verteilt mit einem Paritätsblock pro Zeile, und JBOD hängt die Platten einfach aneinander. Die Stripe-Größe, auch Chunk-Größe genannt, ist die Datenmenge, die auf eine Platte geht, bevor die nächste folgt; üblich sind etwa 64 KB, 128 KB und 512 KB.

Bei RAID 5 legt die Paritätsanordnung fest, wo der Paritätsblock in jeder Zeile liegt. Es gibt vier klassische Varianten, links und rechts, symmetrisch und asymmetrisch, und Linux-Software-RAID nutzt standardmäßig links symmetrisch. Plattenreihenfolge und Startversatz, also wo die Verbunddaten auf jeder Platte beginnen, vervollständigen das Bild. Schon ein falscher Wert ergibt meist ein Volume, das leer oder beschädigt wirkt.

Wie eine fehlende RAID-5-Platte wiederentsteht

In jeder Zeile eines RAID 5 ist der Paritätsblock das XOR der Datenblöcke. Fehlt ein Block, ergibt das XOR aller übrigen ihn exakt zurück. Deshalb übersteht ein RAID 5 den Verlust einer beliebigen Platte, und deshalb kann die App das fehlende Mitglied während des Scans laufend berechnen. Fehlen zwei Mitglieder, hat die Gleichung zwei Unbekannte und ist nicht lösbar.

Die Rechnung stimmt nur, wenn alle übrigen Mitglieder aktuell sind. Eine Platte, die Tage vorher aus dem Verbund fiel, wirkt gesund, enthält aber ältere Blöcke, und mit ihr entstehen unbemerkt beschädigte Dateien. Im Zweifel bauen Sie einmal mit dieser Platte als fehlend auf und vergleichen die Ergebnisse.

Hardware-Controller und andere Verbundarten

Metadaten von Hardware-RAID-Controllern werden nicht gelesen, die App kann die Einstellungen also nicht daraus übernehmen. Die automatische Erkennung arbeitet trotzdem anhand der Daten selbst, und Konfigurationsbildschirm oder Handbuch des Controllers nennen oft Stripe-Größe und Reihenfolge. Manche Controller reservieren am Anfang jeder Platte einen eigenen Bereich; dafür gibt es den Startversatz.

RAID 6, RAID 10 und Verbünde mit einem Volume in Btrfs, ZFS oder ReFS kann die App weder rekonstruieren noch lesen. Für ein NAS mit ext4-Volume beschreibt die eigene Anleitung zu NAS-RAID-Platten die NAS-spezifischen Schritte.

Wann eine virtuelle Rekonstruktion scheitert

  • Der Verbund ist RAID 6 oder RAID 10, oder das Volume darauf nutzt Btrfs, ZFS, ReFS oder APFS.
  • Zwei oder mehr Mitglieder eines RAID 5 fehlen, oder irgendein Mitglied eines RAID 0.
  • Ein Mitglied klickt, wird nicht erkannt oder lässt sich nicht abbilden; ein Datenrettungslabor ist dann der sicherere Weg.
  • Der Verbund wurde nach dem Ausfall initialisiert oder mit falschen Einstellungen neu aufgebaut, wodurch Daten überschrieben wurden.

So hilft FileFix Ultimate

  • Rekonstruiert RAID 0, 1, 5 und JBOD virtuell aus Abbildern oder Platten, ohne auf ein Mitglied zu schreiben.
  • Unterstützt alle vier RAID-5-Paritätsanordnungen und einen Startversatz je Mitglied.
  • Erkennt mdadm-Metadaten und bewertet andere Anordnungen anhand gefundener Dateisystemstrukturen.
  • Berechnet ein fehlendes RAID-5-Mitglied aus der Parität und blockiert das Speichern auf Mitgliedern.

FileFix Ultimate ist für die private Nutzung kostenlos, arbeitet offline und schreibt nie auf das Laufwerk, von dem Sie wiederherstellen. Die geschäftliche Nutzung erfordert eine Jahreslizenz pro PC. Prüfen Sie die Signatur, bevor Sie es ausführen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Stripe-Größe sollte ich zuerst probieren?

Lassen Sie zuerst Einstellungen erkennen die gängigen Größen testen. Geben Sie sie selbst ein, sind 64 KB und 512 KB häufige Vorgaben, und die Einstellungen des alten Controllers oder NAS enthalten oft den echten Wert.

Was bedeutet die Übereinstimmungsbewertung?

Sie zeigt, wie viele Dateisystemstrukturen wie Bootsektoren und Verzeichniseinträge dort auftauchen, wo eine Kombination sie erwartet. Eine deutlich höhere Bewertung als bei den anderen ist ein gutes Zeichen, der eigentliche Test ist aber, ob das aufgebaute RAID ein Dateisystem mit sinnvollen Ordnern zeigt.

Lässt sich ein Hardware-RAID nach einem Controller-Defekt retten?

Oft ja, wenn das Level RAID 0, 1 oder 5 ist und die Platten selbst in Ordnung sind. Bilden Sie die Platten ab, fügen Sie sie in Portreihenfolge hinzu und führen Sie Einstellungen erkennen aus; tragen Sie die Stripe-Größe aus dem Controller-Handbuch ein, falls die Erkennung keine bestätigt.

Wann brauche ich einen Startversatz?

Wenn die Verbunddaten nicht im ersten Sektor jeder Platte beginnen, etwa weil ein NAS oder Controller dort einen Systembereich hält. mdadm-Metadaten liefern ihn automatisch; sonst rät die App, die Versätze zu prüfen, wenn kein Dateisystem gefunden wird.

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