Was Sie jetzt sofort tun sollten
- Klickt die Platte, trennt sie sich oder friert Windows ein, testen Sie nicht, sondern erstellen zuerst ein Laufwerksabbild.
- Andernfalls prüfen Sie die Zustandswerte und starten dann einen Oberflächen-Lesetest, zunächst als schnelle Stichprobe.
- Unlesbare Blöcke heißen: wichtige Dateien sofort kopieren und Austausch planen. Nur langsame Bereiche heißen: sichern und später erneut testen.
Schritt für Schritt
Entscheiden, ob die Platte einen Test verträgt
Ein vollständiger Test liest die gesamte Platte und dauert bei großen Festplatten Stunden. Klickt das Laufwerk, verschwindet es aus dem System oder hängt Windows, testen Sie es nicht. Nutzen Sie Laufwerksabbild erstellen (fehlerhafte Sektoren überspringen) und speichern Sie das Abbild auf einem anderen physischen Datenträger.
Zuerst die Zustandswerte ansehen
Öffnen Sie in FileFix Ultimate den Bereich Laufwerkszustand & Tools und wählen Sie das Laufwerk. Neu zugewiesene Sektoren, schwebende Sektoren und nicht korrigierbare Fehler sind das eigene Fehlerprotokoll der Platte. Ist die Zahl der schwebenden Sektoren nicht null, sollten Sie schon deshalb zuerst sichern.
Den Oberflächen-Lesetest einrichten
Wählen Sie Oberflächen-Lesetest, das Laufwerk und als Medientyp Festplatte. Für einen ersten Überblick nehmen Sie Schnelle Stichprobe, die einen von 16 Blöcken liest. Für eine vollständige Karte wählen Sie später Jeder Block; bei älteren Platten setzen Sie ein Zeitlimit.
Test starten und Karte beobachten
Klicken Sie auf Test starten. Der Test liest nur und wiederholt fehlgeschlagene Lesevorgänge standardmäßig nicht, belastet schwache Stellen also nicht immer wieder. Jedes Feld der Karte zeigt, wie lange ein Block zum Lesen brauchte. Häufen sich Lesefehler, stoppt der Test selbst und empfiehlt ein Laufwerksabbild.
Das Ergebnis lesen
Das Ergebnis nennt unlesbare Blöcke, langsame Bereiche oder keine Leseprobleme im geprüften Bereich. Eine Stichprobe erfasst nur die gelesenen Blöcke; ein sauberes Ergebnis ist daher ein gutes Zeichen, aber kein Gesundheitszeugnis. Speichern Sie den JSON-Bericht, um ihn mit einem späteren Test zu vergleichen.
Entsprechend handeln
Bei unlesbaren Blöcken kopieren Sie die benötigten Dateien auf einen anderen Datenträger oder erstellen ein Abbild und planen den Austausch. Gibt es nur langsame Bereiche, legen Sie eine aktuelle Sicherung an und wiederholen den Test in einigen Wochen, um zu sehen, ob sie wachsen.
Langsame Bereiche und unlesbare Blöcke sind verschiedene Signale
Eine gesunde Festplatte liefert jeden Block in wenigen Millisekunden. Wird ein Sektor schwach, wiederholt die Firmware den Zugriff und wendet Fehlerkorrektur an, bevor sie antwortet. Der Lesevorgang gelingt, dauert aber viel länger. Solche Häufungen langsamer Zugriffe treten oft vor echten Ausfällen auf; deshalb zeichnet der Test eine Latenzkarte, statt nur Fehler zu zählen.
Ein unlesbarer Block ist ein Lesevorgang, der auch nach den internen Wiederholungen der Platte fehlschlug. Die Daten an dieser Stelle können bereits verloren sein, und Dateien, die sie nutzen, können teilweise beschädigt sein. Einige unlesbare Blöcke an einer Stelle können von einem einzelnen Defekt stammen; viele über die ganze Platte verteilt deuten meist auf ein insgesamt verschleißendes Laufwerk hin.
Warum CHKDSK /r auf einer schwachen Platte nicht der erste Schritt ist
CHKDSK /r liest jeden Sektor, wiederholt fehlgeschlagene Zugriffe, markiert defekte Cluster im Dateisystem und verschiebt lesbare Daten. Auf einer schwachen Platte bedeutet das stundenlange Last genau auf den schwächsten Stellen und zusätzlich Schreibzugriffe auf das Dateisystem. Gibt das Laufwerk mittendrin auf, bleibt unter Umständen weniger übrig als vorher. Kopieren oder sichern Sie daher zuerst per Abbild, stellen Sie aus der Kopie wieder her und reparieren oder ersetzen Sie die Platte erst danach. Die Anleitung zu CHKDSK vor der Wiederherstellung erklärt diese Entscheidung genauer.
Physische und logische fehlerhafte Sektoren
Ein physischer fehlerhafter Sektor ist beschädigte Oberfläche, die die Köpfe nicht mehr zuverlässig lesen. Software kann ihn nicht reparieren; das Laufwerk kann ihn nur durch einen Reservesektor ersetzen, was in SMART als neu zugewiesener Sektor erscheint. Bei einem logischen fehlerhaften Sektor passen die Fehlerkorrekturdaten nicht mehr, oft nach einem Stromausfall während des Schreibens. Er funktioniert meist wieder, sobald er überschrieben wird.
Im reinen Lesetest sehen beide gleich aus. Werkzeuge, die logische Sektorfehler beheben, tun das durch Überschreiben und löschen damit den Inhalt. Heben Sie jeden Schreibtest auf, bis Ihre Daten sicher an einem anderen Ort liegen.
Was ein Oberflächentest nicht kann
- Er repariert keine fehlerhaften Sektoren und holt keine Daten aus ihnen zurück; er zeigt nur, wo sie liegen.
- Die schnelle Stichprobe liest einen von 16 Blöcken, Probleme dazwischen können unentdeckt bleiben.
- Bei SSDs erkennt der Test nur langsame Bereiche; Software kann Flash-Zellen nicht reparieren.
- Ein Laufwerk mit mechanischem Schaden, etwa Klickgeräuschen, sollte gar nicht getestet werden; sind die Daten wichtig, ist das ein Fall für ein Datenrettungslabor.
So hilft FileFix Ultimate
- Der Oberflächen-Lesetest liest nur, wiederholt fehlgeschlagene Zugriffe standardmäßig nicht und stoppt selbst, wenn sich Lesefehler häufen.
- Zeigt das Ergebnis als Latenzkarte und speichert einen JSON-Bericht für spätere Vergleiche.
- Erklärt neu zugewiesene, schwebende und nicht korrigierbare Sektoren in verständlicher Sprache.
- Laufwerksabbild erstellen kopiert zuerst die lesbaren Bereiche, führt eine .map-Datei zum Fortsetzen und erlaubt die Wiederherstellung aus dem Abbild.
- Für die private Nutzung kostenlos und offline, ohne Begrenzung der wiederhergestellten Datenmenge.
FileFix Ultimate ist für die private Nutzung kostenlos, arbeitet offline und schreibt nie auf das Laufwerk, von dem Sie wiederherstellen. Die geschäftliche Nutzung erfordert eine Jahreslizenz pro PC. Prüfen Sie die Signatur, bevor Sie es ausführen.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert ein vollständiger Oberflächentest?
Das hängt von Kapazität und Geschwindigkeit ab. Eine Festplatte liest grob 100 bis 250 MB pro Sekunde, eine 1-TB-Platte braucht daher meist anderthalb bis drei Stunden, bei vielen langsamen Bereichen länger. Die schnelle Stichprobe ist deutlich früher fertig.
Breiten sich fehlerhafte Sektoren aus?
Sie stecken sich nicht gegenseitig an, aber die Ursache wirkt oft weiter. Gelöste Partikel oder ein schwächer werdender Kopf können mit der Zeit mehr Oberfläche beschädigen. Eine Zahl, die zwischen zwei Tests steigt, ist das eigentliche Warnsignal.
Verändert der Oberflächentest etwas auf dem Laufwerk?
Nein. Der Oberflächen-Lesetest liest nur Blöcke und misst die Dauer jedes Zugriffs. Er markiert, verschiebt oder überschreibt nichts.
Ist die Schaltfläche Prüfen in den Laufwerkseigenschaften ein Sektortest?
Nicht wirklich. Die Fehlerüberprüfung unter Eigenschaften › Tools prüft vor allem die Struktur des Dateisystems. Sie liest nicht jeden Sektor der Platte wie ein Oberflächentest.